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Am Dienstag den 04.11.2003 sind wir mit der Fluggesellschaft Hapaq Loyd erst von Leipzig nach Stuttgart (Flugzeit ca. 40 min) und nach einen zweistündigen Aufenthalt ging es weiter nach Agadir (Marokko). Die Flugzeit betrug ca. 3 h 50 min. Wir sind ca. 13 Uhr in Agadir gelandet. Nach einiger Zeit des Wartens am Einreiseschalter wurden wir auch schon von unserem Reiseveranstalter empfangen, um uns den weiteren Ablauf erklären zu lassen. Nun fuhr uns ein Bus zum 1. Hotel, wo wir die erste Nacht verbrachten. Ankunft 15 Uhr.

Das Hotel „Anezi“ liegt auf einer Anhöhe. Bis zum Strand sind es ca.
200m. Der Ortskern liegt unmittelbar in der Nähe. Aus dem Fenster
hat man einen wunderbaren Blick auf den Atlantischen Ozean.
Das Hotel ist mit landestypischen 4 Sternen ausgezeichnet.

Das Hotel „Anezi“ verfügt über einen wunderschönen Pool. ImRestaurant bekommt man jedenTag ein reichliches Buffet. Man hat auch viele Sportmöglichkeiten.von Tischtennis über Fitnessbis hin zu Tennis bietet das Hoteleiniges. Die Zimmer sind  freundlich eingerichtet und ver fügen über einen Balkon.

 

Der Rest des Tages war zur freien Verfügung. Wir schauten uns ein bisschen in Agadir um und haben schon früh gemerkt, dass die Marokkaner sehr aufdringlich sein können. Kaum angekommen schon hat man uns Quads , Kamelritte oder Motorräder angeboten. Das gab schon mal einen kleinen Vorgeschmack was auf uns noch zukommen wird. Als wir in Marokko waren war gerade der Fastenmonat „Ramadan“. Ramadan nennt man die Zeit, in der die Gläubigen den ganzen Tag nichts essen, nicht rauchen und bloß Wasser trinken dürfen. Dies gilt bis zum Sonnenuntergang, danach darf wieder zugeschlagen werden.
Um näheres über die Fastenzeit zu erfahren, schaut in den Anhang.

Am 05.11.2003 begann die Rundreise. Erste Station war Marrakech. Von Agadir bis Marrakech sind es 256 km. Abfahrtszeit: 8:30 Uhr.  Wir fuhren über den Mittlern Atlas u.a. durch die Ortschaft Ameskroud. Danach befuhren wir einen Pass, der 1380 m über den Meeresspiegel liegt nach Imi N Tanoute, der größten Stadt zwischen Agadir und Marrakech, wo wir eine 15 minütige Pause einlegten. Wir fuhren dann über den Ort Chichaoua nach Marrakech zum Hotel „Ayoub“, wo wir die Nacht verbrachten.

Hotel Ayoub liegt in der Neustadt von Marrakech und ist ca. 5-10 Autominuten vom Zentrum entfernt. Es ist sehr gemütlich und typisch marokkanisch eingerichtet.Im Innenhof befindet sich ein wunderschöner kleiner Pool.Das Hotel verfügt des weiteren überzwei Restaurants, einer Terrasse, einer Snack-Bar und einer Bar.Die 110 Zimmer sind mit Bad/WC, Telefon und TV ausgestattet.

Gegen 14 Uhr haben wir im Hotel Mittag gegessen und danach die Altstadt von Marrakech uns angeschaut. Dort leben ca. 1,8 Mio. Menschen. Wir haben uns das majestätische Koutoubia-Minarett, El Bahia Palast und den Manara-Garten angeschaut. Wir sind über die verzweigten Souks der Altstadt gebummelt und haben den bekannten Marktplatz „Djemaa el Fna“ besucht. Es war faszinierend die Menschenmassen in den verwinkelten Straßen zu sehen. Auf der anderen Seite war es wiederum erschreckend die Armut mitzubekommen. In den Straßen hat es erbärmlich gestunken und man wurde ständig angesprochen, ob man nicht was kaufen möchte. Wir haben sehr früh gelernt, dass die Marokkaner kein „Nein“ akzeptierten. Die einzigste Chance den Leuten zu entwischen war, sie einfach zu ignorieren. In den alten Straßen der Städte Marokkos wurde hauptsächlich arabisch und französisch gesprochen. Mit deutsch und englisch konnte man sich ganz schlecht verständigen. Marrakech ist mit ihren Einwohnern die viertgrößte Stadt Marokkos. Sie liegt umgeben von Dattelpalmen, auf 450 m Höhe in der fruchtbaren Haouz-Ebene. Marrakesch wurde 1062, kurz nach der almoravidischen Machtergreifung, auf bis dahin unbesiedeltem Gebiet als Militärlager gegründet. Unter Youssouf Ben Tachfin stieg die zügig ausgebaute Ansiedlung zur Almoraviden-Residenz auf. Nach seinen sieg- und beutereichen Kriegszügen gegen Alfons VI. von Kastilien, dem er 1086 das spanische Toledo entreissen konnte, begann für Marrakech eine Zeit der Blüte. Zahlreiche Moscheen und Paläste entstanden. Youssoufs Sohn und Nachfolger Ali Ben Youssouf liess 1126/27 die heute noch erhaltene Wehrmauer anlegen und vor den Toren der Stadt die ersten Palmenhaine anpflanzen.

Neugierig sammeln sich die Männer auf dem Platz um Geschichtenerzähler und Schlangenbeschwörer. Vonden durch unzählige Lampenmagisch beleuchteten Essensständen wehen verlockende Düfte herüber. Was einem Touristen als Märchen aus 1001 Nacht erscheint, wird auf dem Platz Djema el Fna jeden AbendWirklichkeit.

Am Abend des 05.11.2003 sind wir gegen 20:15 Uhr zu dem Reiterschauspiel „Fantasia“ in Marrakech, die regelmäßig stattfinden, vorbeigefahren. Abendessen gab es in verschiedenen Zelten, wo sie uns mit Folklore – Musik beglückten. Verschiedene marokkanische Musikgruppen sind mit ihren Instrumenten von Zelt zu Zelt gezogen und haben die Gäste zum Tanz aufgefordert. Der eine oder andere ist sogar der Aufforderung nachgekommen.

Gegen 23 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Hotel, um dort die Nacht zu verbringen.
Am 06.11.2003 gegen 08:00 Uhr ging die Reise weiter. Geplant war Marrakech – Beni Mellal – Fes. Gesamtlänge der Strecke war 485 km. Los gings in Marrakech entlang der 12 km langen Stadtmauer, die das neue Marrakech vom alten trennt. Über Tamlalet ging es über verschiedene kleine Dörfer nach El – Kellandes Straghna, das bekannt durch die Dattelpalmen geworden ist. Dort legten wir unsere erste Pause ein. In den Dörfern gibt es erst seid 1980 Strom. Nach ca. 15 min fuhren wir weiter über Imadhan nach der Obst, Gemüse und Wasserstadt Beni Mellal. Ca. 12:30 Uhr hielten wir am Hotel „Albassatime“ an, um das Mittagessen zu uns zu nehmen. Beni – Mellal ist die größte Stadt zwischen Marrakech und Fes. Nach dem Essen ging es weiter nach Fes. Die Fahrt führte durch Kasba Tatla zur zweitgrößten Stadt im Mittelatlasgebirge nach Khenifra. Wir passierten die 3 schönsten Berberstädte „Asrou“, „Ifrane“ und „Imouzzer Kandar“. Ifrane, die schönste  der 3 Städte, wird aufgrund der Bauweise auch Schweizer Stadt genannt. Gegen 17:45 Uhr sind wir am Hotel „Mounia Hotel“ in Fes angekommen, wo wir 2 Nächte verbringen sollten.

Das Hotel „Mounia“ in Fes ist ein 3 Sterne Hotelin der Neustadt von Fes. Die Zimmer sind gemütlich
eingerichtet. Jeder Raum ist mit TV, Telefon, Bad,Dusche und WC ausgestattet. Dieses Hotel rangiertin meiner Bewertung ganz oben. „Mounia“ ist zentralgelegen. In 5 min ist man zu Fuß an der berühmten „Av. d. Hassan II“ und „Mohammed V“

Am 07.11.2003 verbrachten wir den ganzen Tag in Fes. Fès el-Bali versetzt seine Besucher ins islamische Mittelalter. Wer sich je im Gedränge der engen Gassen vorwärts schieben ließ, in einen Eselstau geraten ist, das durchdringende Duftgemisch bei den Gerbern, Gewürzhändlern oder aus den kleinen Garküchen und die eindringlichen Geräusche der Handwerkszünfte erlebt hat, ist ohnehin schon reich beschenkt. Hinzu kommen die Kleinodien maurischer Baukunst, die einen solch überragenden Stellenwert haben, dass die UNESCO sie in die Liste des Weltkulturerbes aufnahm. Zeitlos erscheint das geschlossene Altstadtbild, beherrscht von den Minaretten der Moscheen mit Dächern aus grün lasierten Ziegeln. Noch heute hat Fès mit seinen 770000 Einwohnern durch seine bedeutungsvolle Geschichte und Kultur eine Vorrangstellung im Maghreb, dem westlichen Teil der arabischen Welt, inne. Gegen 09:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus zur Altstadt von Fes. Begonnen haben wir mit einer Stadtbesichtigung in den verwinkelten Gassen. Angeblich sollen sich nicht einmal Einheimische zurecht finden. Der Reiseleiter hatte eine zweite Person beauftragt, der als Bodyguard dienen sollte, da angeblich die Touristen oft bestohlen werden. Gegen 13:30 Uhr haben  wir Mittag in einem Restaurant gegessen. Gegen 15:30 Uhr besichtigten wir eine Töpferei, einen Königsplast, eine Gerberei, die Karouine-Moschee, die mittelalterliche Attarine-Koranschule und das Grabmal des “Moulay Idriss”. Wie in Marrakech war auch in Fes der Gestank teilweise unerträglich. Die Gassen sind sehr eng. Die Straßen sind dreckig und total vermüllt. Wir sind durch ein Judenviertel gegangen. In Marokko leben Islamisten, Juden, Franzosen, Araber, Berber und andere Rassen friedlich miteinander. Die Wohnungen der Juden unterscheiden sich von denen der anderen Gläubigen in einer Sache, jede von denen hat ein Balkon oder Erker.

Rechts seht ihr das „Bab Bouijloud“, dem Tor zur Altstadt vom Fes. Wenn man dieses Tor durchschreitet meint man im Reich Harun-Al-Raschids zu sein. Besonders auffällig ist, dass das Tor auf beiden Seiten unterschiedliche Farben hat. Auf der einen Seite blau und auf der anderen Seite grün.

Gerberviertel (Quartier des tanneurs an den Ufern des Oued Fès)
Seit Jahrhunderten wird in den Gerbereien des Gerberviertels unverändert nach archaischen Methoden gearbeitet. Trotz gegenteiliger Behauptungen wird zumindest beim Enthaaren der Felle Chemie eingesetzt. Denn wie könnten sich sonst in Minutenschnelle die Haare von der Haut lösen?

Die engen Souks von Fes. Viele Läden  sind aneinander gereiht. Zu kaufen gibt es dort von Obst über metallverarbeitende Gegenstände, wie Lampen u.s.w., bis hin zu Lederwaren. Zu den Hauptzeiten sind die Gassen extrem voll. Wer Platzangst hat sollte sich lieber woanders aufhalten. Wer in Ruhe durch die Straßen schlendern möchte sollte sich zu Zeiten des Ramadan dort zwischen 17:30 und 19:00 aufhalten.

Am 5. Tag unsere Rundreise sollte es uns nach Meknes verschlagen. Von der Entfernung war das die kürzeste Strecke. Von Fes bis Meknes sind es nur 100 km. Wir sind gegen 08:30 Uhr in Fes losgefahren. Beim Besuch der römischen Ausgrabungsstätte „Volubilis“, konnten wir sehen wie die Römer früher in Marokko gelebt haben.

In „Volubilis“ finden wir die bedeutendste vorislamische Stätte Marokkos. Nach der römischen Besetzung Mauretaniens wurde sie Amtssitz eines römischen Präfekten und gelangte zu einigem Reichtum, der sich aus der Anlage mit Basilica, Forum, Bogentor und den mosaikgeschmückten Privathäusern ablesen läßt.
Mit einer deutschsprachigen Führung sind wir durch die Straßen Volubils` gegangen. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick auf die heilige Stadt „Moulay-Idriss“,wo der erste König Marokkos begraben ist.

Danach ging es ab nach Meknes. Wir passierten die heilige Stadt Moulay-Idriss, wo der erste König begraben ist. Diese Stadt wird auch Dromedarenstadt genannt, da die Form beim Blick von oben einen Dromedar gleicht.
Ein bisschen Fantasie ist notwendig um das zu erkennen.

Moulay-Idriss                                                                                               
Es bietet sich natürlich hier die Gelegenheit etwas über die frühe Geschichte des Islams in Nordafrika zu referieren, doch ich möchte es kurz machen. Nach der schnellen Verbreitung des Glaubens im arabischen und östlichen nordafrikanischen Raum durch die ersten vier Kalifen kam es erst über 100 Jahre später zur Unterwerfung lokaler Berberstämme durch Idris Ibn Abdallah, der in der Folge schnell ein erstes größeres schiitisch-islamisches Königreich auf marrokanischem Boden gründete, zunächst mit der Hauptstadt Volubilis. Angeblich auf Anweisung des Abbasiden-Herrschers Harun-al-Raschid (ein Zeitgenosse Karl des Großen und bekannt aus den Erzählungen aus 1001 Nacht) wurde Idris um 791 ermordet - sein Mausoleum bildet  heute eines der heiligsten Denkmäler des Landes.

Gegen 12:30 Uhr sind wir in Meknes angekommen. Dort leben ca. 800000 Menschen. Meknes wird auch als grüne Stadt bezeichnet. Von 1672 bis 1727 war Meknes die Hauptstadt von Marokko. Sie liegt süd-östlich von Fes und ist bekannt für ihre alten Monumente (aus dem 14-18ten Jahrhundert), die Stadtmauern mit ihren grossartigen Toren (Bab El Mansur) und Ihr Museum Dar Jamai. Eine mit Geschichte beladene Stadt die viel bekundet über architektonischen Glanz und künstlerische Begabung. In Meknes leben zwei grosse Zivilisationen weiter, welche die Stadt jede in ihrer Zeit dominierten, das römische Reich und der Islam. Die Geschichte bringt den Besucher zurück in die Zeit der ersten arabisch-islamischen Dynastien, von Moulay Idriss gegründet, und bei seinem Mausoleum immer noch gegenwärtig. Zu den römischen Relikten gehört die antike Stadt Volubilis, die wichtigste archäologische Fundstätte Marokkos. Mittagessen gab es in einem wunderschönen Restaurant in der Innenstadt von Meknes. Danach haben wir uns die Stadt angesehen. Wir durften uns außerdem eine der wenigen Moscheen von innen anschauen. In ganz Marokko gibt es 2 Moscheen in denen Touristen rein dürfen. Wir haben uns das berühmte Tor „Bab El Mansour“ und den großen Platz „Place el-Hédin“ angeschaut. Außerdem schauten wir uns einen stillgelegten Getreidespeicher und das Tor „Bab el Khemis“ an. Danach sind wir zum Hotel „Ibis Mossafir“ gefahren. Da der König Mohammed VI zu dieser Zeit gerade zu Besuch war gab es Probleme ein passendes Hotel für uns zu finden. Der Reiseleiter sagte uns das es sein kann, dass wir gleich weiter nach Rabat fahren. Nach ewigen hin- und hertelefonieren hat es doch der Reiseleiter geschafft eine passende Unterkunft zu finden.

Das Hotel „Ibis Mossafir“ liegt zwischen dem Zentrum und der alten "Médina" . Es sind 10 min bis zum Bahnhof und 30 min bis Fes, dem Thermalbad von Moulay Yacoub, Ifrane und Volubilis. Es ist ein modernes Hotel mit tradionneller marokanischer Kunst verbunden. Im Garten und im Schwimmbad kann man gut relaxen. In der Bar und im Restaurant kann man eine hervorragende Küche genießen.  Dieses Hotel wird den 3 Sternen allemal gerecht. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet. TV, Telefon, Bad, Dusche und WC sind immer enthalten. Für mich war es das beste Hotel auf dieser Rundreise.

Am Platz EI Hedim, steht das berühmteste Tor Marokkos - das Bab EI Mansour. Es wurde 1732 vollendet. Hier wurden früher Gerichtsverhandlungen abgehalten und die Köpfe der Hingerichteten ausgestellt. Am Place EI Hedim liegt auch der Palast Dar Jamai, in dem das Museum für marokkanische Volkskunst untergebracht ist. Es ist in einem ehemaligen Wesirspalast eingerichtet. Auf dem linken Bild sieht man das der König „Mohammed VI“ gerade zu Besuch war. In den ganzen Straßen von Meknes waren Bilder vom König zu sehen. Dieser Aufwand wird nur bei dessen Besuch  betrieben.

Am Abend des 08.11.2003 ist uns beim Abendessen aufgefallen, dass es draußen ziemlich laut war. Zu unserem Erstaunen mussten wir feststellen, dass es auch in Marokko so was wie einen Jahrmarkt oder Rummel gibt. Einen großen Unterschied zu denen von Deutschland sind die Menschenmassen. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Menschen auf einen Haufen gesehen.Am nächsten Tag ging die Reise weiter über Rabat, die Hauptstadt von Marokko, nach Casablanca. Wir fuhren gegen 08:00 Uhr los. Die Gesamtstrecke betrug 240 km. Die Tour führte uns durch Khemnisset, der wichtigste Ort zwischen Meknes und Rabat, nach Tiflet. Dort fuhren wir über die Autobahn nach Rabat. Die Ankunftszeit war 10:15 Uhr. Rabat, wo der König die meiste Zeit im Jahr verbringt, hat ca. 620000 Einwohner. Seit ihrem Ursprung im 7ten Jahrhundert vor Christus, hat Rabat die Eroberung durch zahlreiche Zivilisationen erlebt, den Berber, Karthager, Römer und schließlich die islamischen Araber. Letztere haben die Stadt im 12ten Jahrhundert zum Islam bekehrt und machten sie danach zum Ausgangspunkt ihrer Eroberung von Spanien. Heutzutage ist Rabat die politische und administrative Hauptstadt Marokkos und gleichzeitig die Hauptresidenz des gegenwärtigen Königs. Wir besuchten das Mausoleum von Mohammed V, den Königspalast und den Oudaja – Garten. Mittag gab es gegen 12:30 Uhr. Rabat ist ein und alles aus Marokko, die moderne Hauptstadt einer populären Monarchie, eine historische Stadt mit tausend Relikten, charmant und lehrreich, großzügig und administrativ.

Der Hassanturm. Er sollte das Minarett der Großen Moschee Moulay Mekki werden, die Yacoub el-Mansour um 1190 begann, nach seinem Tod wurde der Bau abgebrochen. Das große Erdbeben von 1755 zerstörte einen Teil der Überreste. Der Turm ähnelt dem der Koutoubia-Moschee in Marrakech und der Giralda in Sevilla. Der Grundriss mit den Überresten der Säulen ist deutlich erkennbar und lässt die riesigen Dimensionen erahnen.

Rechts seht ihr ein Teil des bekannten Mausoleums von Mohammed V. Dieses liegt gleich hinter dem Hassanturm.

Das Mausoleum von Mohammed V, der das Land in die Unabhängigkeit führte, liegt gleich hinter dem Hassanturm. Neben der überreich ausgeschmückten Grabanlage (1967) aus weißem Carrara-Marmor ist eine Moschee und ein kleines Museum. Vor jedem der vier Portale ist ein Gardesoldat in malerischer Uniform mit weißem Umhang. Hier sind auch König Hassan II sowie sein Bruder Moulay Abdillah bestattet. Die Grabstätte kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und die schön uniformierten Garden lassen sich gerne ablichten.

Sehenswert ist in Rabat auch der Königspalast, vor allen Dingen deshalb, weil hier die Hauptresidenz des marokkanischen Königs beheimatet ist. Der Paradeplatz des Palastes ist betretbar und sehr eindrucksvoll. Das Innere des Palastes bekommt man jedoch nicht zu sehen. Allerdings ist der Anblick der Außenfassade schon ein Abstecher wert. Die Wachen kann man auch fotografieren. Der Platz ist ganz sauber und die Gebäude auf dem Gelände sind sehr sehenswert. Von weiten kann man das Verteidigungsministerium sehen. Auf dem Gelände ist eine Moschee, wo der König regelmäßig betet. Als wir im Königspalast waren, war der König nicht anwesend, da wie ihr sicherlich schon gemerkt habt er zu dieser Zeit gerade in Meknes war.

Nachdem Mittagessen ging die Reise weiter nach Casablanca, die Stadt auf die ich mich am meisten gefreut habe, nicht nur wegen den bekannten Film mit Humphrey Bogart. Die Fahrt führte uns über die Autobahn entlang der Atlantikküste. Gegen 14:45 Uhr sind wir in Casablanca angekommen. Wir besuchten zuerst eine der schönsten Moschee der Welt mit dem höchsten Minarett der Welt. Die Moschee Hassan II ist die einzigste der Welt, die ins Meer hinein gebaut wurde. Das Minarett ist 200 m hoch. Casablanca hat über 5 Mio. Einwohner und ist somit die größte Stadt Marokkos. Die Industriestadt ist in 5 Provinzen eingeteilt. In Casablanca haben sich die meisten Unternehmen und Industriebetriebe des Landes angesiedelt. Sämtliche internationale Geschäfte werden von dort aus getätigt. Sie ist eine moderne Stadt mit dem bedeutendsten Hafen Marokkos. Casablanca ist wirtschaftlich gesehen die wichtigste Stadt des Königreichs. Die erst vor kurzem fertig gestellte prachtvolle Moschee Hasan II. erstrahlt in den Blautönen des Himmels und des Meeres über der Stadt. Nachdem wir die Moschee besichtigt hatten begannen wir mit der Stadtbesichtigung. Wir fuhren durch das bekannteste Villenviertel Marokkos, das so genannte „Anfaviertel“ bis zum berühmtesten Platz Marokkos den „Place de Mohammed V“. Danach fuhren wir zum Hotel „Transatlantique“.

Die neueste Attraktion Casablancas ist die Moschee Hassan II, die 1993 am Geburtstag des Propheten Mohammed eröffnet wurde - ein Mammutbauwerk, nach der Moschee von Mekka die größte Moschee der Welt. Sie bietet 100.000 Gläubigen Platz. Ein Laserstrahl ist auf Mekka gerichtet. Die Moschee ist auf den Klippen ins Meer hineingebaut, dort wo sich ehemals das große Meerwasserschwimmbecken befand.Der gesamte Moscheebereich umfasst eine Größe von 9 ha, zum Komplex gehören eine islamische Schule, Hammams, Schwimmbäder, ein Museum über marokkanische Geschichte, Konferenzräume und eine Bibliothek, die via Satellit mit den größten Bibliotheken der Welt verbunden ist. Der Gebetssaal fasst 20.000 Gläubige, weitere 80.000 finden auf einer Gebetsplattform außerhalb Platz. Die Spitze des 200 m hohen Minaretts krönen drei, zusammen 3700kg schwere Goldkugeln, deren größte einen Durchmesser von 3,8 m hat. Jede Seite des quadratischen Minaretts ist 25 m breit und kunstvoll mit arabischer Ornamentik dekoriert. Ein Aufzug führt nach oben und erschließt eine prachtvolle Aussicht auf die Stadt und den Atlantik. Der Moscheebereich hat 25.000 Säulen und 124 Brunnen.

Zentraler Punkt ist der belebte Platz Mohammed V mit dem amerikanischen Hotelpalast Hyatt Regency, von hier gehen sternförmig die großen Boulevards ab. Nördlich liegt die alte Medina, weniger sehenswert als die der anderen marokkanischen Städte. Sie ist der Souk für die Einheimischen. Hier gibt es Gemüse, Fische, Schuhe, Kunsthandwerk, alles ohne Touristenrummel, ein Beispiel alltäglichen Lebens.

Gegen 16:05 Uhr sind wir dann am Hotel in Casablanca angekommen. Von außen sah das Hotel super modern und sehr nobel aus. Aber der erste Eindruck sollte uns täuschen.

Das 4* Hotel „Transatlantique“ liegt mitten in der Stadt von Casablanca. Die 75 Zimmer und 4 Suiten sind mit Klimaanlage, Sat.-TV, Minibar ausgestattet. Außerdem gibt es 2 Restaurants mit internationaler und marokkanischer Küche, Night-Club und Piano-Bar. Für mich rangiert das Hotel ganz hinten in der Bewertung. Unhöfliches Personal und die Zimmerausstattung wird den 4* auch nicht gerecht, aber für eine Nacht war es ok. In wenigen Minuten ist man am Platz Mohammed V. Sehr sehenswert war am Abend das Minarett von der Moschee Hassan II. Die Turmspitze ist beleuchtet, und man sieht den Laser, der Richtung Mekka zeigt.

Am letzten Tag der Rundreise mussten wir sehr früh aufstehen. Die Fahrt begann 06:30 Uhr. Wir fuhren 485 km von Casablanca über Essaouira nach Agadir. Als erstes passierten wir die Angelstadt Azemmour bis wir in die Hauptstadt der Moukala-Ebene El Jadida ankamen. Hier verdienen sich die Einheimische hauptsächlich mit dem Ackerbau ihr Lebensunterhalt. Gegen 11:45 Uhr sind wir in der, meiner Meinung nach, schönsten Hafenstadt Marokkos angekommen. Wir haben uns die Stadt angesehen und in einem Restaurant Mittag gegessen. Danach haben wir uns noch den größten Fischereihafen Marokkos angeschaut.

Essaouira ist eine der attraktivsten Städte entlang Marokkos Atlantikküste. Einmal wegen des ganzjährigen milden Klimas und zum anderen wegen seiner freundlichen Bewohner und deren kulturellen und architektonischen Vergangenheit. Es herrscht eine einzigartige Atmosphäre in den Strassen und Alleen, ein Schwarm von Fischern, Kaufleuten, Künstlern und Müßiggängern vermischt mit Menschen aus aller Welt säumen die Strassen. In den letzten Jahren ist die Stadt durch den Tourismus beträchtlich gewachsen und ab 1998 haben regelmäßige Flüge dazu beigetragen, diese Entwicklung in einem gesunden Ausmaß fortzuführen.

Danach führte uns die Reise wieder zurück nach Agadir. Fast die gesamte Strecke sind wir an der Atlantikküste lang gefahren. Wir passierten den Tamanar. Die Straße zwischen Essaouira und Agadir ist bekannt durch die Ziegenbäume. Die Bäume heißen Ziegenbäume da Ziegen rauf klettern und sich von den Blättern ernähren. Wir haben angehalten, um diese Bäume zu fotografieren. Danach fuhren wir über Tamri nach Agadir. Am 11.11.2003 gegen 17:00 Uhr sind wir wieder in Agadir an unserem Starthotel eingetroffen, um hier unsere letzte Nacht der Rundreise zu verbringen. Am nächsten Tag wurden wir zu unserer Ferienanlage dem „Occidental Allegro Manadar“ gebracht, um uns zu erholen. Die Temperaturen waren in der ganzen Zeit zwischen 20 und 30 Grad. Im Landesinneren ist es etwas kühler als an der Atlantikküste.

Agadir: Das Badeparadies Marokkos hat eine lange, bewegte Geschichte. Dennoch ist kaum Historisches erhalten, denn Agadir wurde am Morgen des 1. März 1960 von einem Erdbeben zerstört, bei dem 15.000 Menschen den Tod fanden. Doch was an orientalischem Flair fehlt, macht die hervorragende touristische Infrastruktur wett. Die Geschichte Agadirs reicht wahrscheinlich bis in phönizische Zeit zurück. Im 16. Jh. errichteten die Portugiesen eine Handelsniederlassung, wurden aber bereits 100 Jahre später von dem Saadier-Sultan Mohammed ech-Cheikh wieder vertrieben. 1911 kreuzte vor Agadir das Kriegsschiff »Panther«, um Deutschlands kolonialen Anspruch gegenüber den französischen Interessen zu manifestieren. Als »Panthersprung nach Agadir« ist diese Aktion Kaiser Wilhelms II. in die Geschichtsbücher eingegangen. Kasbah: Die Ruinen der Festung über dem Hafen sind die einzigen Überreste Agadirs aus der Zeit vor dem Beben. Einige Mauern und das Eingangstor der alten Stadtfestung wurden wieder aufgebaut; die Trümmer der Altstadthäuser im Inneren der Kasbah planiert, der Schuttberg schließlich zu einem Gedenkpark umgestaltet. Wie viele unidentifizierte Opfer des Erdbebens unter dem gepflegten Rasen ruhen, vermag niemand zu sagen. Stadtzentrum: Mittelpunkt der modernen Medina ist der Betonbau der Großen Moschee an der Av. des F.A.R. Cafés und Souvenirläden säumen den Platz um das Gotteshaus. Über die Av. du Prince Moulay Abdallah gelangt man zur Hauptpost und zum Büro des ONMT mit der Touristeninformation. Ein paar Schritte weiter lädt die Grünanlage des Jardin Ibn Zidoun zu einer schattigen Rast. Die Atlantikwellen schlagen je nach Wind und Strömung manchmal recht heftig auf den 3 km langen, weißen Sandstrand. Ungeübte Schwimmer sollten sich bei unruhiger See nicht allzuweit ins Wasser wagen; für Surf-Fans herrschen dann jedoch ideale Bedingungen. Morgens kann über dem Strand etwas Nebel liegen, der sich meist schnell auflöst.