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Gegen 14 Uhr haben wir im Hotel Mittag gegessen und danach die Altstadt von Marrakech uns angeschaut. Dort leben ca. 1,8 Mio. Menschen. Wir haben uns das majestätische Koutoubia-Minarett, El Bahia Palast und den Manara-Garten angeschaut. Wir sind über die verzweigten Souks der Altstadt gebummelt und haben den bekannten Marktplatz „Djemaa el Fna“ besucht. Es war faszinierend die Menschenmassen in den verwinkelten Straßen zu sehen. Auf der anderen Seite war es wiederum erschreckend die Armut mitzubekommen. In den Straßen hat es erbärmlich gestunken und man wurde ständig angesprochen, ob man nicht was kaufen möchte. Wir haben sehr früh gelernt, dass die Marokkaner kein „Nein“ akzeptierten. Die einzigste Chance den Leuten zu entwischen war, sie einfach zu ignorieren. In den alten Straßen der Städte Marokkos wurde hauptsächlich arabisch und französisch gesprochen. Mit deutsch und englisch konnte man sich ganz schlecht verständigen. Marrakech ist mit ihren Einwohnern die viertgrößte Stadt Marokkos. Sie liegt umgeben von Dattelpalmen, auf 450 m Höhe in der fruchtbaren Haouz-Ebene. Marrakesch wurde 1062, kurz nach der almoravidischen Machtergreifung, auf bis dahin unbesiedeltem Gebiet als Militärlager gegründet. Unter Youssouf Ben Tachfin stieg die zügig ausgebaute Ansiedlung zur Almoraviden-Residenz auf. Nach seinen sieg- und beutereichen Kriegszügen gegen Alfons VI. von Kastilien, dem er 1086 das spanische Toledo entreissen konnte, begann für Marrakech eine Zeit der Blüte. Zahlreiche Moscheen und Paläste entstanden. Youssoufs Sohn und Nachfolger Ali Ben Youssouf liess 1126/27 die heute noch erhaltene Wehrmauer anlegen und vor den Toren der Stadt die ersten Palmenhaine anpflanzen. |
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Am Abend des 05.11.2003 sind wir gegen 20:15 Uhr zu dem Reiterschauspiel „Fantasia“ in Marrakech, die regelmäßig stattfinden, vorbeigefahren. Abendessen gab es in verschiedenen Zelten, wo sie uns mit Folklore – Musik beglückten. Verschiedene marokkanische Musikgruppen sind mit ihren Instrumenten von Zelt zu Zelt gezogen und haben die Gäste zum Tanz aufgefordert. Der eine oder andere ist sogar der Aufforderung nachgekommen. |
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Gegen 23 Uhr fuhren wir wieder zurück zum Hotel, um dort die Nacht zu verbringen. |
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Am 07.11.2003 verbrachten wir den ganzen Tag in Fes. Fès el-Bali versetzt seine Besucher ins islamische Mittelalter. Wer sich je im Gedränge der engen Gassen vorwärts schieben ließ, in einen Eselstau geraten ist, das durchdringende Duftgemisch bei den Gerbern, Gewürzhändlern oder aus den kleinen Garküchen und die eindringlichen Geräusche der Handwerkszünfte erlebt hat, ist ohnehin schon reich beschenkt. Hinzu kommen die Kleinodien maurischer Baukunst, die einen solch überragenden Stellenwert haben, dass die UNESCO sie in die Liste des Weltkulturerbes aufnahm. Zeitlos erscheint das geschlossene Altstadtbild, beherrscht von den Minaretten der Moscheen mit Dächern aus grün lasierten Ziegeln. Noch heute hat Fès mit seinen 770000 Einwohnern durch seine bedeutungsvolle Geschichte und Kultur eine Vorrangstellung im Maghreb, dem westlichen Teil der arabischen Welt, inne. Gegen 09:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus zur Altstadt von Fes. Begonnen haben wir mit einer Stadtbesichtigung in den verwinkelten Gassen. Angeblich sollen sich nicht einmal Einheimische zurecht finden. Der Reiseleiter hatte eine zweite Person beauftragt, der als Bodyguard dienen sollte, da angeblich die Touristen oft bestohlen werden. Gegen 13:30 Uhr haben wir Mittag in einem Restaurant gegessen. Gegen 15:30 Uhr besichtigten wir eine Töpferei, einen Königsplast, eine Gerberei, die Karouine-Moschee, die mittelalterliche Attarine-Koranschule und das Grabmal des “Moulay Idriss”. Wie in Marrakech war auch in Fes der Gestank teilweise unerträglich. Die Gassen sind sehr eng. Die Straßen sind dreckig und total vermüllt. Wir sind durch ein Judenviertel gegangen. In Marokko leben Islamisten, Juden, Franzosen, Araber, Berber und andere Rassen friedlich miteinander. Die Wohnungen der Juden unterscheiden sich von denen der anderen Gläubigen in einer Sache, jede von denen hat ein Balkon oder Erker. |
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Rechts seht ihr das „Bab Bouijloud“, dem Tor zur Altstadt vom Fes. Wenn man dieses Tor durchschreitet meint man im Reich Harun-Al-Raschids zu sein. Besonders auffällig ist, dass das Tor auf beiden Seiten unterschiedliche Farben hat. Auf der einen Seite blau und auf der anderen Seite grün. |
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Gerberviertel (Quartier des tanneurs an den Ufern des Oued Fès) |
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Am 5. Tag unsere Rundreise sollte es uns nach Meknes verschlagen. Von der Entfernung war das die kürzeste Strecke. Von Fes bis Meknes sind es nur 100 km. Wir sind gegen 08:30 Uhr in Fes losgefahren. Beim Besuch der römischen Ausgrabungsstätte „Volubilis“, konnten wir sehen wie die Römer früher in Marokko gelebt haben. |
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Danach ging es ab nach Meknes. Wir passierten die heilige Stadt Moulay-Idriss, wo der erste König begraben ist. Diese Stadt wird auch Dromedarenstadt genannt, da die Form beim Blick von oben einen Dromedar gleicht. |
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Gegen 12:30 Uhr sind wir in Meknes angekommen. Dort leben ca. 800000 Menschen. Meknes wird auch als grüne Stadt bezeichnet. Von 1672 bis 1727 war Meknes die Hauptstadt von Marokko. Sie liegt süd-östlich von Fes und ist bekannt für ihre alten Monumente (aus dem 14-18ten Jahrhundert), die Stadtmauern mit ihren grossartigen Toren (Bab El Mansur) und Ihr Museum Dar Jamai. Eine mit Geschichte beladene Stadt die viel bekundet über architektonischen Glanz und künstlerische Begabung. In Meknes leben zwei grosse Zivilisationen weiter, welche die Stadt jede in ihrer Zeit dominierten, das römische Reich und der Islam. Die Geschichte bringt den Besucher zurück in die Zeit der ersten arabisch-islamischen Dynastien, von Moulay Idriss gegründet, und bei seinem Mausoleum immer noch gegenwärtig. Zu den römischen Relikten gehört die antike Stadt Volubilis, die wichtigste archäologische Fundstätte Marokkos. Mittagessen gab es in einem wunderschönen Restaurant in der Innenstadt von Meknes. Danach haben wir uns die Stadt angesehen. Wir durften uns außerdem eine der wenigen Moscheen von innen anschauen. In ganz Marokko gibt es 2 Moscheen in denen Touristen rein dürfen. Wir haben uns das berühmte Tor „Bab El Mansour“ und den großen Platz „Place el-Hédin“ angeschaut. Außerdem schauten wir uns einen stillgelegten Getreidespeicher und das Tor „Bab el Khemis“ an. Danach sind wir zum Hotel „Ibis Mossafir“ gefahren. Da der König Mohammed VI zu dieser Zeit gerade zu Besuch war gab es Probleme ein passendes Hotel für uns zu finden. Der Reiseleiter sagte uns das es sein kann, dass wir gleich weiter nach Rabat fahren. Nach ewigen hin- und hertelefonieren hat es doch der Reiseleiter geschafft eine passende Unterkunft zu finden. |
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Am Abend des 08.11.2003 ist uns beim Abendessen aufgefallen, dass es draußen ziemlich laut war. Zu unserem Erstaunen mussten wir feststellen, dass es auch in Marokko so was wie einen Jahrmarkt oder Rummel gibt. Einen großen Unterschied zu denen von Deutschland sind die Menschenmassen. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Menschen auf einen Haufen gesehen.Am nächsten Tag ging die Reise weiter über Rabat, die Hauptstadt von Marokko, nach Casablanca. Wir fuhren gegen 08:00 Uhr los. Die Gesamtstrecke betrug 240 km. Die Tour führte uns durch Khemnisset, der wichtigste Ort zwischen Meknes und Rabat, nach Tiflet. Dort fuhren wir über die Autobahn nach Rabat. Die Ankunftszeit war 10:15 Uhr. Rabat, wo der König die meiste Zeit im Jahr verbringt, hat ca. 620000 Einwohner. Seit ihrem Ursprung im 7ten Jahrhundert vor Christus, hat Rabat die Eroberung durch zahlreiche Zivilisationen erlebt, den Berber, Karthager, Römer und schließlich die islamischen Araber. Letztere haben die Stadt im 12ten Jahrhundert zum Islam bekehrt und machten sie danach zum Ausgangspunkt ihrer Eroberung von Spanien. Heutzutage ist Rabat die politische und administrative Hauptstadt Marokkos und gleichzeitig die Hauptresidenz des gegenwärtigen Königs. Wir besuchten das Mausoleum von Mohammed V, den Königspalast und den Oudaja – Garten. Mittag gab es gegen 12:30 Uhr. Rabat ist ein und alles aus Marokko, die moderne Hauptstadt einer populären Monarchie, eine historische Stadt mit tausend Relikten, charmant und lehrreich, großzügig und administrativ. |
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Der Hassanturm. Er sollte das Minarett der Großen Moschee Moulay Mekki werden, die Yacoub el-Mansour um 1190 begann, nach seinem Tod wurde der Bau abgebrochen. Das große Erdbeben von 1755 zerstörte einen Teil der Überreste. Der Turm ähnelt dem der Koutoubia-Moschee in Marrakech und der Giralda in Sevilla. Der Grundriss mit den Überresten der Säulen ist deutlich erkennbar und lässt die riesigen Dimensionen erahnen. |
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Rechts seht ihr ein Teil des bekannten Mausoleums von Mohammed V. Dieses liegt gleich hinter dem Hassanturm. |
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Das Mausoleum von Mohammed V, der das Land in die Unabhängigkeit führte, liegt gleich hinter dem Hassanturm. Neben der überreich ausgeschmückten Grabanlage (1967) aus weißem Carrara-Marmor ist eine Moschee und ein kleines Museum. Vor jedem der vier Portale ist ein Gardesoldat in malerischer Uniform mit weißem Umhang. Hier sind auch König Hassan II sowie sein Bruder Moulay Abdillah bestattet. Die Grabstätte kann tagsüber kostenlos besichtigt werden und die schön uniformierten Garden lassen sich gerne ablichten. |
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Nachdem Mittagessen ging die Reise weiter nach Casablanca, die Stadt auf die ich mich am meisten gefreut habe, nicht nur wegen den bekannten Film mit Humphrey Bogart. Die Fahrt führte uns über die Autobahn entlang der Atlantikküste. Gegen 14:45 Uhr sind wir in Casablanca angekommen. Wir besuchten zuerst eine der schönsten Moschee der Welt mit dem höchsten Minarett der Welt. Die Moschee Hassan II ist die einzigste der Welt, die ins Meer hinein gebaut wurde. Das Minarett ist 200 m hoch. Casablanca hat über 5 Mio. Einwohner und ist somit die größte Stadt Marokkos. Die Industriestadt ist in 5 Provinzen eingeteilt. In Casablanca haben sich die meisten Unternehmen und Industriebetriebe des Landes angesiedelt. Sämtliche internationale Geschäfte werden von dort aus getätigt. Sie ist eine moderne Stadt mit dem bedeutendsten Hafen Marokkos. Casablanca ist wirtschaftlich gesehen die wichtigste Stadt des Königreichs. Die erst vor kurzem fertig gestellte prachtvolle Moschee Hasan II. erstrahlt in den Blautönen des Himmels und des Meeres über der Stadt. Nachdem wir die Moschee besichtigt hatten begannen wir mit der Stadtbesichtigung. Wir fuhren durch das bekannteste Villenviertel Marokkos, das so genannte „Anfaviertel“ bis zum berühmtesten Platz Marokkos den „Place de Mohammed V“. Danach fuhren wir zum Hotel „Transatlantique“. |
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Gegen 16:05 Uhr sind wir dann am Hotel in Casablanca angekommen. Von außen sah das Hotel super modern und sehr nobel aus. Aber der erste Eindruck sollte uns täuschen. |
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Am letzten Tag der Rundreise mussten wir sehr früh aufstehen. Die Fahrt begann 06:30 Uhr. Wir fuhren 485 km von Casablanca über Essaouira nach Agadir. Als erstes passierten wir die Angelstadt Azemmour bis wir in die Hauptstadt der Moukala-Ebene El Jadida ankamen. Hier verdienen sich die Einheimische hauptsächlich mit dem Ackerbau ihr Lebensunterhalt. Gegen 11:45 Uhr sind wir in der, meiner Meinung nach, schönsten Hafenstadt Marokkos angekommen. Wir haben uns die Stadt angesehen und in einem Restaurant Mittag gegessen. Danach haben wir uns noch den größten Fischereihafen Marokkos angeschaut. |
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Agadir: Das Badeparadies Marokkos hat eine lange, bewegte Geschichte. Dennoch ist kaum Historisches erhalten, denn Agadir wurde am Morgen des 1. März 1960 von einem Erdbeben zerstört, bei dem 15.000 Menschen den Tod fanden. Doch was an orientalischem Flair fehlt, macht die hervorragende touristische Infrastruktur wett. Die Geschichte Agadirs reicht wahrscheinlich bis in phönizische Zeit zurück. Im 16. Jh. errichteten die Portugiesen eine Handelsniederlassung, wurden aber bereits 100 Jahre später von dem Saadier-Sultan Mohammed ech-Cheikh wieder vertrieben. 1911 kreuzte vor Agadir das Kriegsschiff »Panther«, um Deutschlands kolonialen Anspruch gegenüber den französischen Interessen zu manifestieren. Als »Panthersprung nach Agadir« ist diese Aktion Kaiser Wilhelms II. in die Geschichtsbücher eingegangen. Kasbah: Die Ruinen der Festung über dem Hafen sind die einzigen Überreste Agadirs aus der Zeit vor dem Beben. Einige Mauern und das Eingangstor der alten Stadtfestung wurden wieder aufgebaut; die Trümmer der Altstadthäuser im Inneren der Kasbah planiert, der Schuttberg schließlich zu einem Gedenkpark umgestaltet. Wie viele unidentifizierte Opfer des Erdbebens unter dem gepflegten Rasen ruhen, vermag niemand zu sagen. Stadtzentrum: Mittelpunkt der modernen Medina ist der Betonbau der Großen Moschee an der Av. des F.A.R. Cafés und Souvenirläden säumen den Platz um das Gotteshaus. Über die Av. du Prince Moulay Abdallah gelangt man zur Hauptpost und zum Büro des ONMT mit der Touristeninformation. Ein paar Schritte weiter lädt die Grünanlage des Jardin Ibn Zidoun zu einer schattigen Rast. Die Atlantikwellen schlagen je nach Wind und Strömung manchmal recht heftig auf den 3 km langen, weißen Sandstrand. Ungeübte Schwimmer sollten sich bei unruhiger See nicht allzuweit ins Wasser wagen; für Surf-Fans herrschen dann jedoch ideale Bedingungen. Morgens kann über dem Strand etwas Nebel liegen, der sich meist schnell auflöst. |