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Gegen 12:45 Uhr gab es Mittag in Los Chiles. 13:30 Uhr fuhren wir zurück und hielten kurz in La Fortuna, um uns die Stadt noch ein bisschen anzuschauen und Einkäufe zu erledigen.
Fortuna: Nordwestlich von San José liegt der kleine Ort Fortuna de San Carlo, in dem etwa 5.000 Ticos wohnen. Aufgrund ihrer Nähe zu verschiedenen attraktiven Ausflugszielen mausert sich diese Siedlung mehr und mehr zum Touristenzentrum, denn nicht nur Tagestouren zum Vulkan lassen sich von dort aus bequem unternehmen. Sehenswürdigkeiten wie Caño Negro, die Wasserfälle der Stadt, der Arenal-Stausee, die Venada-Höhlen oder das Schutzgebiet des Ojoche-Projektes laden zu einem Besuch ein.
Fortuna liegt 253 Meter über dem Meeresspiegel und verfügt über eine gute Verkehrsanbindung (öffentliche Busse). Im Ort und um Fortuna herum finden sich zahlreiche Unterkünfte für jeden Geldbeutel.
Wer nach Fortuna kommt und dort ein idyllisches Stadtbild erwartet, der dürfte ziemlich enttäuscht sein. Die Straßen sind schnurgerade und scheinen mit dem Lineal auf dem Reißbrett gezogen worden zu sein. Der Tourismus steht merklich im Vordergrund, denn es reiht sich eine Unterkunft neben die andere; auch Restaurants, Schnellimbisse und Cantinas sind nicht nur entlang der Hauptstraße, siehe Abbildung rechts, zuhauf vorhanden.
Ferner bietet Fortuna gute Einkaufsmöglichkeiten, darunter eine Bäckerei und mehrere Supermärkte sowie kleinere Pulperias, also costaricanische Tante-Emma-Läden. Eine Bank, eine Apotheke und ein Ärztezentrum finden sich in Fortuna ebenfalls. Vor allem rund um den in der Nähe der Kirche (siehe Abbildung rechts) gelegenen Dorfpark gilt abends bei den Einheimischen: sehen und gesehen werden. In den kühlen Abendstunden spielt sich das Leben der Ticos in den Straßen und Cantinas rund um den Parque Central ab.
Wer im Dunkeln einen Blick auf die Lavaströme des Vulkans erhaschen möchte, ist in Fortuna falsch aufgehoben. Der Ort liegt zwar in Sichtweite des Arenal, aber man schaut sozusagen auf die "falsche" Seite des aktiven Feuerbergs. An seiner östlichen Flanke, die man von Fortuna aus überblicken kann, fließen (derzeit) keine Lavaströme herab. Einige Kilometer westlich von Fortuna liegt das Dorf Palma, in dessen Umkreis sich etliche Hotels befinden, die eine freie Sicht auf die Lavaflüsse garantieren - aber natürlich nur, sofern der Vulkan nicht in Wolken gehüllt ist. Außerdem steigen bei Palma heiße Quellen aus der Erde empor, an denen findige Geschäftsleute exklusive Badehäuser und recht teure Hotels errichtet haben. Die Ticos wohnen rund um den Vulkan - und natürlich im ganzen Land - im Vergleich zu den Gästen solcher Luxushotelanlagen eher in einfachen Häusern, wie das Foto in diesem Absatz zeigt.
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